08.10.2018  | AMEOS Klinikum Inntal

Klettern für die Seele

Kooperationspartner der AMEOS Klinika in Simbach am Inn referiert in Baden-Baden.

Grenzen überwinden, Ängste abbauen, Halt geben, Sicherheit spüren: Begriffspaare, die sowohl in der Psychotherapie als auch im Klettersport Sinn machen. Ein Experte für beide Bereiche ist der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Autor sowie Klettertherapeut Dr. Thomas Lukowski aus München. Am 01. November hält er einen Vortrag auf der 52. Medizinischen Woche Baden-Baden mit dem Titel „Klettern für die Seele“.

Vor fünf Jahren startete eine bundesweit einmalige Kooperation: Zusammen mit dem AMEOS Klinikum Inntal, der Technischen Universität München und dem Deutschen Alpenverein der Stadt Simbach am Inn entwickelte Dr. Lukowski ein Ausbildungskonzept für das therapeutische Klettern. Seitdem werden in der Kletterhalle des örtlichen Alpenvereins Klettertherapeuten ausgebildet. Das Konzept kommt auch den Patienten zugute. Der nächste Kurs findet vom 16.11. bis 18.11.2018 in Simbach statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Es gilt als wissenschaftlich belegt, dass sportliche Betätigungen die Therapie von Menschen mit psychischen Erkrankungen unterstützen können. Das therapeutische Klettern nimmt hierbei einen Sonderplatz ein, da das Erklimmen einer steilen Wand bei den meisten Menschen mit Angst einhergeht. So berichtet auch Hildegard Christl, die zusammen mit ihren Kolleginnen die Klettergruppe des Klinikums leitet: „Ich hatte, so wie jeder, der diese Höhe zum ersten Mal erfährt, einen Heidenrespekt davor.“ Genau diese Grenzerfahrung ist es, was den Patienten letztendlich Selbstvertrauen schenkt, ihre Selbstwahrnehmung schult und sie im wahrsten Sinn über sich selbst hinauswachsen lässt.

Die 52. Medizinische Woche Baden-Baden findet vom 31.10. bis zum 04.11.2018 im Kongresshaus Baden-Baden, Augustaplatz 10 statt. Dr. Lukowski hält seinen Vortrag „Klettern für die Seele. Bewegung und Sport als erfolgreicher therapeutischer Ansatz bei psychischen/psychosomatischen Erkrankungen“ am Donnerstag, den 01.11. um 12:00 im Kongresssaal I. Weitere Informationen finden Sie hier.