10.09.2018  | AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg

Bewegende Momente bei Vernissage im AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg

Bewegende Momente durften die Gäste erleben, die sich am 6. September 2018 zur abendlichen Vernissage der Fotoausstellung „Brustkrebs – gemeinsam stark“ von Melina Waliczek im Glasgang des AMEOS Reha Klinikums Ratzeburg eingefunden hatten.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Krankhausdirektor Stephan Freitag schilderte Chefarzt Dr. Jan Schmielau, wie groß die seelischen Belastungen der von Brustkrebs betroffenen Frauen seien: Die Erschütterung, die eigene Verunsicherung und die ihrer Angehörigen, das Gefühl, alleine dazustehen mit dem inneren Chaos, die Fassungslosigkeit darüber, dass ausgerechnet sie die Erkrankung getroffen hat. „Eine Reha im Anschluss an OP und Chemo kann den Frauen dabei helfen mit der neuen Situation besser zurechtzukommen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln“, empfahl Schmielau.“ Wichtig sei hier vor allem die seelische Unterstützung.

Das konnte die Psychologin Friederike Seeland bestätigen: „Wenn wir Frauen zu Beginn der Reha fragen, was sie sich vom Aufenthalt in unserer Klinik wünschen und was sie im Moment am meisten brauchen, dann steht an erster Stelle der Wunsch nach körperlicher Kraft und Beweglichkeit und nach seelischer Stabilität.“ Besonders hilfreich seien dabei auch der Austausch und die Gespräche mit anderen betroffenen Frauen, z.B. in der Frauengruppe oder zwischen den Reha-Anwendungen oder im Einzelgespräch mit Psychologen.

Das Fotoprojekt von Melina Waliczek, für das die junge Fotografin vor einem Jahr 18 Brustkrebspatientinnen gewinnen konnte, „ist deshalb für unser Reha Klinikum ein Glücksfall, weil die Ausstellung, die wir hier bis Mitte Oktober zeigen, diesen Austausch besonders fördern kann“, betonte Stephan Freitag. Er bedankte sich bei Melina Waliczek für ihr Engagement zu diesem schwierigen Thema.

Die Fotografin selbst freute sich darüber, dass ihr Projekt so eine große Anerkennung erfahren habe und bedankte sich in ihrer kurzen Ansprache bei allen, die sie darin so unterstützten. Susanne Schneider gehörte zu den vier Fotomodels, die an diesem Abend nach Ratzeburg zur Ausstellungseröffnung kamen. Sie beschrieb in ihrem Rückblick die Bedeutung des Fotoshooting für sie alle so: „Der gemeinsame Nenner dieses wunderbaren Projekts von Melina ist nicht der Brustkrebs, sondern unser Mut, unsere Zuversicht und der Wille weiterzumachen.“

Wir danken Torben Gladbach von Thetaquadrat Fotografie für die gelungenen Impressionen dieses Abends.