Palliativstation

Das Leben nicht um jeden Preis und mit allen Mitteln zu verlängern, sondern den verbleibenden Tagen, Wochen oder Monaten die bestmögliche Qualität zu geben, steht im Vordergrund palliativmedizinischer Behandlung. Es geht nicht um Heilung, vielmehr um Linderung von Leiden. Auf der Palliativstation des AMEOS Klinikums Staßfurt können bis zu 6 Palliativpatienten behandelt werden.

Aufgenommen werden:

  • Patienten mit Symptomen wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung oderschwerster allgemeiner Schwäche bei Vorliegen einer nicht heilbaren Erkrankung (z.B. Krebserkrankung, austherapierte Herz- oder Lungenerkrankung, Demenz, neurologischen Erkrankungen)
  • Patienten mit nicht beherrschten Versorgungs- und/oder sozialen Problemen, die ursächlich von der nicht heilbaren Erkrankungen herrühren
  • Patienten mit nicht beherrschten psychischen Problemen, die ursächlich von der nicht heilbaren Erkrankung herrühren
  • in besonderen Fällen auch Patienten zum Sterben, wenn anderorts kein würdevolles Sterben möglich ist.

Primäres Ziel einer Behandlung auf der Palliativstation ist die Linderung der belastenden Symptome und die möglichst baldige Entlassung des Patienten nach Hause.

Angeboten wird dazu eine komplexe medizinische Behandlung durch ein multiprofessionelles Team, bestehend aus speziell ausgebildeten und geschulten Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten, Sozialarbeitern sowie Seelsorgern. Jeder Patient erhält hierfür einen individuell auf ihn abgestimmten Behandlungsplan. Wöchentliche Teamkonferenzen und ein täglicher interdisziplinärer Austausch dienen der erfolgreichen Umsetzung der Behandlungsziele. Darüber hinaus  wird den Angehörigen eine intensive Einbeziehung in die pflegerische Betreuung angeboten, insofern dies gewünscht wird.

Damit sich der Patient bei uns wohl- und gut aufgehoben fühlen kann, haben wir uns bemüht, in den Krankenzimmern eine angenehme und wohnliche Atmosphäre zu schaffen. Es stehen vier Einzel- und ein Doppelzimmer zur Verfügung. Nächsten Angehörigen wird die Übernachtung im Patientenzimmer angeboten. 

Bei Entlassung der Patienten sorgen wir für eine adäquate Weiterversorgung entweder in der Häuslichkeit, einem Hospiz oder einer wohnortnahen Pflegeeinrichtung. Dazu arbeiten wir mit den entsprechenden Einrichtungen, Hausärzten wie auch dem regionalen SAPV-Team eng zusammen.

Patienten und Angehörige können sich zu den Möglichkeiten der ambulanten und stationären palliativmedizinischen Versorgung im Rahmen unserer Palliativmedizinischen Sprechstunde informieren.