Anästhesiologie, Schmerz- und Palliativmedizin

Wenn Schmerzen den Tagesablauf bestimmen, die Lebensqualität mindern und die Freude am Leben nehmen, haben sie ihre ursprüngliche und durchaus sinnvolle Warn- und Schutzfunktion verloren. Sie sind zu einer eigenen Krankheit, der Schmerzkrankheit, geworden, bei der neben dem körperlichen auch das psychische und soziale Wohlergehen beeinträchtigt sind.

Nahezu 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter dauerhaften Schmerzen. An ausreichenden Versorgungsstrukturen fehlt es nach wie vor. Dabei führt chronischer Schmerz, je länger er besteht, zu weitreichenden Folgen für die Betroffenen, die alle Lebensbereiche einschließen.

Ein wohnortnahes wirksames Therapieangebot für solche Patienten vorzuhalten ist unser Anspruch.

Ganz unter dem Motto:

" Schmerz ist das, was immer ein Patient darunter
  versteht, und Schmerz ist vorhanden, wann immer   
  ein Patient ihn wahrnimmt."
  (Mc Caffery M, 1997)

Ralf Rehwinkel
Dr. med Ralf Rehwinkel

Chefarzt

FA für Anästhesiologie, Zusatzbezeichnungen für Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin

Sekretariat: Angela Franke

  +49 3925 262 284

  +49 3925 262 280

  rreh.anae(at)stassfurt.ameos.de

Ärzteteam

Ärzteteam

Igor Isaak
Igor Isaak

Leitender Oberarzt

Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin

  +49 3925 266 284

  +49 3925 266 280

  iisa.med(at)stassfurt.ameos.de

Sprechstunde

Sprechstunde

Palliativmedizinische Sprechstunde

Donnerstag 11.00 bis 13.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Leistungsspektrum

Was ist „Multimodale Schmerztherapie“?

Was ist „Multimodale Schmerztherapie“?

Die Multimodale Schmerztherapie ist ein standardisiertes, wissenschaftlich gesichertes Therapieprogramm, welches den bio-psychosozialen Behandlungsansatz berücksichtigt, indem sie gleichermaßen an der primär auslösenden Ursache, als auch den einem Teufelskreis ähnelnden Folgen des Schmerzes ansetzt.

Körperliches, gedankliches und verhaltensbezogenes Üben findet unter ärztlicher Kontrolle statt, wobei alle Therapeuten nach einem gemeinsamen, miteinander abgestimmten Konzept arbeiten.

Wann ist eine Multimodale Schmerztherapie sinnvoll?

Wann ist eine Multimodale Schmerztherapie sinnvoll?

Multimodale Schmerztherapie dient der Behandlung chronischer bzw. chronisch wiederkehrender Schmerzen, die trotz ambulanter Behandlungsversuche nicht ausreichend gelindert werden können. Eine Teilnahme an aktivierenden und die Mobilität trainierenden Therapieverfahren sollte möglich sein.

Welche Therapien kommen im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie zur Anwendung?

Welche Therapien kommen im Rahmen der Multimodalen Schmerztherapie zur Anwendung?

Übungen und medizinische Behandlungen zur körperlichen Wiederherstellung werden mit Maßnahmen der psychologischen Schmerztherapie kombiniert. Der Überwindung von Angst und Vermeidung sowie der Förderung des Schmerzverständnisses und der Bewältigung von aus dem Schmerz resultierenden Lebenseinschnitten kommen dabei besondere Bedeutung zu:

  • Medizinische Behandlung
  • Körperliche Therapie
  • Psychologische Therapie
  • weitere aktivierende Therapien

Medizinische Behandlung

  • Beurteilung und Kontrolle von Erkrankungen, Medizinische Diagnostik und Beurteilung von Befunden
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Schmerzblockaden, -injektionen, -infusionen
  • Entzugstherapien
  • Vermittlung/Erläuterung von Krankheitsmodellen
Leben wieder lebenswert gestalten

Leben wieder lebenswert gestalten

Mit zunehmender Dauer beeinflussen Schmerzen die gesamte Lebensqualität. Der Bewältigung dieser anhaltenden Beeinträchtigung kommt daher eine sehr entscheidende Rolle im therapeutischen Gesamtkonzept der Multimodalen Schmerztherapie zu.

Dieser mehrschichtige therapeutische Ansatz findet bei Kopf- und Rückenschmerzen, ebenso aber bei Schmerzformen, die durch Entspannungsverfahren, medizinische Trainingstherapie und psychologische Verfahren gelindert werden können, Anwendung.

Körperliche Therapie

  • Spezielle Physiotherapie
  • Rückenschulung
  • Sporttherapie
  • Bewegungsbad/Aquafitness
  • Physikalische Anwendungen

Aktivierende Behandlungsverfahren unter physiotherapeutischer bzw. ergotherapeutischer Leitung sind ein weiterer Behandlungsschwerpunkt.

                                                                               

Neben der Schmerzlinderung gelten die Verbesserung von Mobilität und Aktivität als die entscheidenden Therapieziele für Patienten mit chronischen Schmerzen.

                                                               

Pflegerisches Fachpersonal steht Ihnen während des gesamten Aufenthaltes zur Seite. Wirkung und Nebenwirkung der eingesetzten Behandlungsverfahren werden täglich mehrfach erfasst.

Psychologische Behandlung

  • Entspannungsverfahren
  • Imagination
  • Schmerzbewältigungstraining
  • Training gesunden Verhaltens
  • Genusstraining
  • Partnertherapie

Ergotherapie

  • Arbeitstraining
  • Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Selbsthilfetraining
  • Hirnleistungs- und Gedächtnistraining
  • Kreative Angebote
Welches sind die Therapievoraussetzungen?

Welches sind die Therapievoraussetzungen?

  • Ausreichende Motivation für Körper- und Psychotherapie
  • Akzeptanz des Konzeptes der aktiven Übungs- und Bewältigungstherapie
  • Akzeptanz des Verzichtes auf passive Maßnahmen (z.B. Massagen)
 

Flyer Anästhesie, Schmerz- und Palliativmedizin