Spezielle Psychotherapie

In der Speziellen Psychotherapie bieten wir Diagnostik und Behandlung für Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen und spezielle Behandlunsgkonzepte für Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung oder Borderline-Störung an.

Neben den stationären Behandlungsplätzen gibt es tagesklinische und ambulante Angebote.

Unsere Behandlungsziele sind darauf ausgerichtet, die körperliche und psychische Gesundheit, die Lebenszufriedenheit sowie die Eigenständigkeit und Selbsthilfe unserer Patienten zu fördern. Dies basiert auf Grundlage empirisch belegter wissenschaftlicher Standards.

Unser Krankheitsverständnis ist ganzheitlich und berücksichtigt körperliche, psychische und soziale Faktoren.

Angst- und Zwangsstörungen

Angst- und Zwangsstörungen

Was ist eine Angststörung? Von der normalen "gesunden" Angst unterscheiden sich Angststörungen dadurch, dass die Angst ohne Anlass oder weit übersteigert auftritt und Lebensführung wie Lebensfreude beeinträchtigt.

Bekannte Formen der Angststörung sind zum Beispiel:

  • Platzangst
  • Ängste in sozialen Situationen, also im Umgang mit anderen Menschen oder auch vor Tieren.

Eine andere Form der Angststörung ist die Panikattacke, bei der spontan für kurze Zeit und ohne Bezug zu einer besonderen Situation schwere Angst auftritt.

Oft ist die Angst mit Anzeichen der Depression gemischt.

Den Angststörungen stehen die Zwangsstörungen nahe. Der Betroffene muss bestimmte Handlungen (z.B. Hände waschen) immer wieder durchführen oder bestimmte Gedanken, die ihm selbst unsinnig vorkommen und die ihn quälen, immer wieder denken, um seine Angst zu bewältigen.

Wo liegt die Ursache von Angst- und Zwangsstörungen?

Gelegentlich haben Ängste und Zwänge ihre Ursache in anderen Erkrankungen oder auch in schwerwiegenden belastenden Erlebnissen. Häufig treten sie aber auch als eigenständige Störung auf.

Die Station P1 mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie behandelt vor allem Patientinnen und Patienten mit depressiven Störungsbildern sowie Angst- und Zwangserkrankungen.

Ärztliche Leitung:

Prof. Dr. med. Bernhard Croissant
Ärztlicher Direktor
Telefon: +49 (0)541 313 100
E-Mail: bcro.psy@osnabrueck.ameos.de 

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Borderline-Persönlichkeitsstörung - AMEOS Klinikum Osnabrück

An wen richtet sich das Behandlungsangebot? Das Behandlungsangebot richtet sich primär an Patientinnen und Patienten, die an wiederkehrenden emotionalen Krisen und emotionaler Instabilität leiden (z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung, komplexe posttraumatische Belastungsstörungen, etc.).

Wie entsteht eine Borderline-Persönlichkeitsstörung? Dabei treten ausgeprägte Stimmungsschwankungen auf, Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Spannungszuständen, Gefühle der inneren Leere, Neigung zu selbstschädigendem und selbstverletzendem Verhalten, Suizidversuche, gestörte Beziehungsregulierung sowie ausgeprägte Angst. Die Betroffenen erleben oft kurzfristig einschießende, starke Spannungszustände, die als unerträglich erlebt werden, keinem klaren Gefühl zugeordnet werden können und mit dem automatischen Gedanken „Ich halte das nicht mehr aus!“ einhergehen.

Die Borderline-Symptomatik ist auch als ein Versuch der Betroffenen zu verstehen, ihre schmerzhaften emotionalen Spannungszustände zu verringern.

Station A4: Zertifizierte DBT-Station

Die Station A 4 bietet ein seit Jahren bewährtes spezielles Therapiekonzept zur Behandlung von Störungen der Persönlichkeitsentwicklung mit Schwerpunkt der Borderline-Symptomatik.

Bei der DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Störung nach M. Linehan) handelt es sich um eine nachweislich effektive Therapiemethode zur Behandlung von Borderline-Störungen, deren Wirksamkeit und mittlere bis hohe Erfolgswahrscheinlichkeit in anerkannten Studien belegt ist.

In der Therapie kommt es darauf an, die Symptome als Überlebensstrategien nicht bewertend zu akzeptieren, neue Bewältigungsstrategien und Skills zu erlernen und in den Alltag zu übertragen. 

Die Behandlung: Im Rahmen der DBT auf der offen geführten Station ist auf die Dauer von 3 Monaten angelegt; die Behandlungszeit ist an einen positiven Therapieverlauf und Rückläufigkeit der Symptomatik einerseits, an aktive Mitarbeit und eine bewusste Entscheidung für einen neuen Weg andererseits gebunden.

Nach ambulanter Motivations- und Indikationsklärung (Infotermin) wird in der Vorbereitungsphase auf dem Boden einer dialektischen und validierenden Grundhaltung gemeinsam mit den Betroffenen die Therapieplanung erarbeitet, in der der Fokus primär auf Förderung von Akzeptanz der Störung, Stabilisierung im Hier und Jetzt sowie dem Erlernen von Skills (Fertigkeiten) zur Spannungs-, Gefühls- und Beziehungsregulierung gelegt ist.

Leitender Arzt:

Dr. med. Claus Witte - Facharzt für Neurologie & Psychiatrie/ Psychotherapie, 
Chefarzt Allg.Psychiatrie I
Telefon: +49 0541 313 301
E-Mail: cwit.psy@osnabrueck.ameos.de 

Depressionen

Depressionen

Wie Depression erkennen? Das Beschwerdebild kennzeichnet sich durch anhaltende Stimmungsschwankungen und deutliche Veränderung der Grundstimmung aus. Weitere charakteristische Beschwerden sind:

  • Antriebsreduktion,
  • Denkhemmung,
  • Gefühl der Wertlosigkeit
  • Grübelneigung,
  • Freud- und Interesselosigkeit
  • übertriebene Sorgen u. a. um Gesundheit, finanzielle Situation
  • körperliche Beschwerden

Weshalb bekommt man Depressionen? Ursachen der Erkrankung können in einer erblichen Veranlagung, in der körperlichen Disposition, unter sozialen Bedingungen oder anderen psychologischen Faktoren liegen.

Bei allen depressiven Erkrankungen, wie rezidivierende depressive Störungen, chronische depressive Störungen oder manisch-depressive Erkrankungen nehmen wir eine differentialdiagnostische Abklärung vor und ermöglichen mit einem umfangreichen Therapiespektrum ein auf den Einzelfall abgestimmtes Behandlungskonzept.

Unser Ziel bei der Behandlung von Depressionen:

Unsere Behandlungsziele sind darauf ausgerichtet, die körperliche und psychische Gesundheit, die Lebenszufriedenheit sowie die Eigenständigkeit und Selbsthilfe unserer Patienten zu fördern. Dies basiert auf Grundlage empirisch belegter wissenschaftlicher Standards.

Als "Depressionsstation" ist die Station R3 mit besonderen Therapieangeboten speziell auf die Behandlung depressiver Störungen ausgerichtet.

Ärztliche Leitung:
Klaus Winkelmann - Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
Chefarzt Allgemeine Psychiatrie II
Telefon: +49 541 313 501
E-Mail: kwin.psy@osnabrueck.ameos.de 

Die Station P1 mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie behandelt vor allem Patientinnen und Patienten mit depressiven Störungsbildern sowie Angst- und Zwangserkrankungen.

Ärztliche Leitung:
Prof. Dr. med. Bernhard Croissant - Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Ärztlicher Direktor
Telefon: +49 541 313 100
E-Mail: bcro.psy@osnabrueck.ameos.de 

Essstörungen

Essstörungen

Wie Essstörung besiegen? Essstörungen (z. B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa) behandeln wir in einem spezialisierten Therapie-Setting. Ziel ist die individuelle Bedeutung der Erkrankung zu verstehen, ein normales Essverhalten und Körpergewicht zu erreichen und Störungen des Körperbildes zu überwinden.

Weitere Informationen zur Behandlung von Essstörungen:

Behandlung in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) besteht aus 5 Hauptkriterien:

  1. Erlebnis eines Traumas.
  2. Unwillkürliche und belastende Erinnerungen an das Trauma.
  3. Vermeidungsverhalten und allg. emotionaler Taubheitszustand.
  4. Anhaltende Überregung.
  5. Die Symptome dauern länger als einen Monat.

Dieses schwere Krankheitsbild wird häufig kompliziert durch zusätzlich auftretende Störungen, wie Angst, Depression, Suizidalität, Medikamenten-, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Somatisierungsstörungen und Herz- Kreislauf- Erkrankungen.

Je früher eine PTBS als solche erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, diese erfolgreich zu überwinden.

Mit den Patienten möchten wir nach gemeinsamer Erarbeitung eines individuellen Behandlungsplanes:

  • Sicherheiten wiederherstellen und aufbauen.
  • eine Stabilisierung im Hier und Jetzt unterstützen.
  • eine Akzeptanz und Störungsbewältigung erreichen.
  • eine Affektdistanzierung nach Traumabelastungen erreichen.
  • akute Krisen bewältigen.
  • differenzierte Umgangs- und Verhaltenskonzepte erarbeiten.
  • Ressourcen erkennen, erhalten und fördern.
  • Soziale Kompetenzen fördern.
  • eine Reintegration in den Alltag erreichen. 

Station P2

Behandlungsschwerpunkt Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Leitender Arzt:

Uwe Schwichtenberg - Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
stellv. Ärztlicher Direktor
Telefon: 0049 541 313 101
E-Mail: uwes.psy@osnabrueck.ameos.de 

Schmerzsyndrome

Schmerzsyndrome

Chronische Schmerzzustände
sind häufig Folge einer körperlichen Erkrankung, sie sind bezüglich ihrer Intensität und Dauer fast immer stark von psychischen Faktoren abhängig. Auch gibt es Schmerzen, für die sich keine körperliche Ursache findet. Oft drückt dann der Körper einen seelischen Schmerz aus. Die Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit einem Schmerzmedizinischen Zentrum in Osnabrück.

Somatoforme Störungen
verursachen körperliche Krankheitszeichen, die sich nicht (vollständig) körpermedizinisch begründen lassen. Neben somatoformen Schmerzen können Funktionsstörungen aller Organsysteme auftreten (z .B. Herz-Kreislaufsystem, Magen-Darm-Trakt, Atmungssystem, Haut etc.).

Chronische körperliche Erkrankungen
ziehen oft psychische Belastungen nach sich. Krankheitsakzeptanz und -bewältigung können Probleme bereiten, es kann aber auch zu erheblichen Ängsten oder depressiven Symptomen kommen. Es kann nicht nur das psychische Befinden behandelt werden, auch die Prognose der Grundkrankheit kann sich deutlich verbessern.

Behandlung in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie