Gelenkzentrum

Liebe Patientinnen und Patienten,

herzlich willkommen im Gelenkzentrum des AMEOS Klinikums Seepark Geestland.

Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität, egal in welcher Situation. Oft weiß der Patient aber nicht, wo die Ursache der gefühlten Beschwerden liegt. Diese zu suchen, erweist sich häufig als die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Schmerzen können durch Verletzungen, Infektionen oder Tumore entstehen. Oder auch durch angeborene Fehlstellungen. Manche Menschen erleben Schmerzen, die altersbedingte Veränderungen mit sich bringen.

Gut zu wissen, dass Sie auf unsere Spezialisten vertrauen können, wenn es um das Problem „Schmerz“ und Orthopädie geht.

Ob Knie, Schulter oder Hüfte – unser Gelenkzentrum bietet Ihnen Hilfe von der Schulter bis zum Fuß. Der medizinische Schwerpunkt unseres Gelenkzentrums im AMEOS Klinikum Seepark Geestland liegt in der Durchführung von Gelenkersatz-Operationen (Endoprothetik) und arthroskopischen Operationen bei der Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Orthopäden, Anästhesisten, Physio, Ergo- und Schmerztherapeuten garantiert Ihnen eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.

Für unsere Qualität wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt wurden wir von der AOK zu den Top10-Kliniken in Niedersachsen gewählt. Darüber hinaus sind wir das erste zertifizierte Endoprothetikzentrum in der Elbe-Weser Region. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über unser medizinisches Behandlungsspektrum. Bitte wählen Sie die gewünschten Therapieschwerpunkte:

Ulrich Wagner
Prof. Dr. Ulrich Wagner

Ärztlicher Direktor

Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikum Seepark Geestland

Chefarzt Gelenkzentrum

  +49 4743 893 2151

  +49 4743 893 2302

  uwag.verw(at)geestland.ameos.de

Wolfgang Köhnke, F.R.C.S.
Wolfgang Köhnke, F.R.C.S.

Leiter Endoprothetikzentrum

Chefarzt Gelenkzentrum

  +49 4743 893-2161

  +49 4743 893-2304

  wkoe.ortho(at)geestland.ameos.de

Marius von Knoch
Prof. Dr. Marius von Knoch

Leitender Arzt

Leitender Arzt - Schwerpunkt: Schulterchirurgie

  +49 4743 893 2151

  +49 4743 893 2302

  mvkn.ortho(at)geestland.ameos.de

 

AMEOS Klinikum Seepark Geestland - Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Informationen zur Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Knorpeltherapie

Knorpeltherapie

Bei der Behandlung von isolierten Knorpelschäden kommen sowohl operative als auch konservative Therapiemöglichkeiten in Frage. Die konservative Behandlung beinhaltet die medikamentöse, die physikalische, die physiotherapeutische und ggf. die orthetische Therapie, die üblicherweise durch die niedergelassenen Fachärzte bei verschleißbedingten Knorpelschädigungen (Arthrose) durchgeführt werden. Diese Therapien behandeln die Symptome, können den Knorpelschaden jedoch nicht heilen. Bei isolierten Knorpelschäden, die aufgrund eines Unfalls, einer Minderdurchblutung des darunterliegenden Knochens (Osteochondrosis dissecans) sowie in ausgewählten Fällen durch Verschleißprozesse entstehen, stehen verschiedene operative Therapien zur Verfügung:

Mikrofrakturierung

Hierbei wird die unter dem Knorpel liegende Knochenlamelle mit kleinen Bohrern bzw. Meißeln durchbrochen. Das daraufhin austretende Blut enthält Stammzellen, die wiederum in der Lage sind, Narbengewebe zu bilden und somit den Defekt auszufüllen. Dieses Narbengewebe ist von minderer Qualität und somit weniger belastbar. Die Mikrofrakturierung ist insbesondere bei Defekten, die nicht in der Hauptbelastungszone liegen, bei kleinen Defekten sowie bei jugendlichen Patienten, die aus den Stammzellen noch Knorpelzellen regenerieren können, erfolgversprechend.

Mosaik-Plastik

Diese Therapie wird bei etwas größeren Defekten, die in der Hauptbelastungszone liegen, angewandt. Hierbei wird ein Knorpel-Knochen Zylinder aus einem weniger belasteten Arial des Gelenkes entnommen und in den vorbereiteten Defekt verpflanzt. Für diese Therapie eignen sich nur Defekte, die eine bestimmte Größe nicht überschreiten, da die Entnahmestellen nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Knorpelzellentransplantation

Die Knorpelzelltransplantation ((M)ACT; (matrixassoziierte) autologe Chondrozyten-Transplantation) ist eine Therapie, die sich sehr gut bei unfallbedingten Knorpelschäden, bei einer Osteochondrosis dissecans sowie bei lokalen Verschleißprozessen anwenden lässt. Hierbei wird in einer ersten Operation (Gelenkspiegelung) eine Knorpelprobe entnommen und in ein spezielles Labor zur Anzüchtung geschickt. Nach drei Wochen erfolgt die Implantation passgenau über eine minimal-invasive Operation. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen in der Qualität des Knorpels, die dem originalen Knorpel sehr nahe kommt sowie in der Möglichkeit relativ große Defekte zu behandeln. Sechs Monate nach der Implantation ist der Defekt in den meisten Fällen kaum noch nachweisbar.

Die Art der Therapie wird individuell je nach Ursache, der Lokalisation und der Größe des Defektes sowie nach dem Alter des Patienten festgelegt.

Die Nachbehandlung mit Ent- bzw. Teilbelastung beträgt je nach Therapieart 8 bis 12 Wochen. Sportliche Aktivitäten können aller Regel nach in 6 bis 12 Monaten wieder durchgeführt werden.

Meniskusschaden

Meniskusschaden

Die Menisken sind sichelförmige Faserknorpelscheiben im Kniegelenk, die eine Stoßdämpferfunktion haben. Es gibt einen Innen- und einen Außenmeniskus. Durch Unfälle oder durch Verschleiß der Knorpelscheiben können sich schmerzhafte Risse im Meniskusgewebe bilden. Es treten belastungs- oder auch bewegungsabhängige Schmerzen auf. Diese können mit Bewegungseinschränkungen (Blockaden) oder Funktionseinschränkungen sowie Gelenkschwellungen einhergehen. Zusätzlich zu Meniskusschäden kommen häufig auch Begleitverletzungen des Knorpels (freie Gelenkkörper) oder der Bänder vor (siehe Kreuzbandruptur). Das Endoprothetikzentrum des Klinikums Seepark Geestland wendet, je nach Art der Verletzung, verschiedene therapeutische Leistungen an:

Konservative Behandlung

Kleinere längsverlaufende basisnahe Einrisse können ggf. mit konservativen, d.h. nicht operativen Maßnahmen behandelt werden. Verschleißbedingte Meniskusschäden, meist bei älteren Patienten, zeigen teilweise auch nur eine geringe klinische Symptomatik. Zu konservativen Maßnahmen zählen Schmerztabletteneinnahme, Spritzen oder Physiotherapiebehandlungen zum Muskelaufbau des Kniegelenkes.

Operative Therapie

Symptomatische Meniskusschäden insbesondere bei Blockierungen werden arthroskopisch behandelt. Dabei handelt es sich um eine Gelenkspiegelung, bei der abgerissene Meniskusanteile schonend entfernt werden können. Bei kapselnahen längsverlaufenden Rissen kann auch die Refixation durch eine Meniskusnaht erforderlich sein. Begleitverletzungen wie Kreuzbandrisse oder andere Bandverletzungen werden gesondert therapiert, ggf. in eigener Sitzung.

Nachbehandlung

Nach der Teilentfernung von Meniskusgewebe sollte das betroffene Kniegelenk noch ca. 2 Wochen mit ca. 20 kg nur teilbelastet werden, damit die Bildung neuer Risse verhindert wird. Physiotherapie wird zur Muskelkräftigung und zum Abbau von Gelenkergüssen durchgeführt. Nach einer Naht des Meniskus werden die Bewegungsausmaße und die Belastung für 4-6 Wochen jedoch begrenzt. Die Risiken der Meniskusverletzung oder der ggf. erforderlichen Operation sind Thrombosen (Gerinnsel) oder Embolien (freie Gerinnsel im Körper). Zur Verhütung von Thrombosen werden Antithrombosespritzen angewandt.

Schulterchirurgie

Schulterchirurgie

Die nicht-operative und operative Behandlung von Erkrankungen des Schultergelenkes und der Schulter-Nebengelenke ist ein Schwerpunkt des Gelenk- und Endoprothetikzentrums. Nach ausführlicher Befragung und Untersuchung wird für jeden einzelnen Patienten ein individuelles nicht-operatives oder operatives Behandlungskonzept besprochen und eingeleitet. Angewendet werden sämtliche arthroskopischen und offenen Operationsverfahren, einschließlich des Einsatzes künstlicher Schultergelenke. Im Jahr führen wir ca. 500 operative Behandlungen an der Schulter durch, an die sich jeweils eine intensive und individuelle stationäre Nachbehandlung anschließt.

Häufige Behandlungsgründe:

  • Schulter-Engpass-Syndrom
  • Veränderungen und Schäden der Muskel-Sehnenmanschette
  • Kalk-Schulter
  • Schultergelenk-Steife
  • Schultergelenk-Instabilität („Wackelschulter“) 
  • Schultergelenk-Verschleiß 
  • Schulter-Eckgelenk-Instabilität 
  • Schulter-Eckgelenk-Verschleiß
Hüftendoprothetik

Hüftendoprothetik

Im AMEOS Klinikum Seepark Geestland werden seit Jahrzehnten Hüftendoprothesen (künstliche Hüftgelenke) implantiert.

Es kommen dabei sowohl zementfreie als auch zementierte Hüftendoprothesen zum Einsatz. Als Implantate verwenden wir nur solche, die in den entsprechenden Langzeitstudien gute Ergebnisse aufweisen konnten.

Je nach Alter des Patienten, Formgebung des Hüftskelettes und Grunderkrankung kommen verschiedene Typen von Hüftendoprothesen zum Einsatz. Zum einen die Kurzschaftprothese, die relativ knochensparend bei eher jüngeren Patienten bei entsprechenden Indikationen implantiert wird, zum anderen die herkömmlichen Schaftprothesen in zementfreier und zementierter Ausführung.

Das für Sie jeweilige passende Implantat wird in der Sprechstunde, im ausführlichen Gespräch, ausgesucht.

Sämtliche Hüftprothesen werden nach Möglichkeit in einem muskelschonenden operativen Zugang operiert. Wenn es die anatomischen Gegebenheiten zulassen, sind so relativ kleine Schnitte ausreichend.

Unsere Klinik verfügt außerdem über langjährige Erfahrung im Bereich Hüftprothesenrevision, d.h. dem Austausch von Hüftprothesenkomponenten oder dem kompletten Wechsel bei gelockerten oder infizierten Hüftimplantaten. Nähere Auskünfte erhalten Sie in der hüftendoprothetischen Sprechstunde sowie im Rahmen des Prothesen-Informationsabends, jeden ersten Donnerstag im Monat.

Ellenbogenchirurgie

Ellenbogenchirurgie

Die operative Behandlung von Erkrankungen des Ellenbogengelenkes gehört zu den häufigen Aufgaben des Gelenkzentrums. Nach ausführlicher Befragung und Untersuchung wird für jeden Patienten ein individuelles operatives Behandlungskonzept besprochen und eingeleitet. In der überwiegenden Anzahl der Fälle können arthroskopische, d.h. minimal-invasive und gelenkschonende Operationsverfahren angewendet werden. Häufig ist eine intensive und individuelle stationäre Nachbehandlung sehr sinnvoll.

Folgende Beschwerden und Erkrankungen werden im Gelenkzentrum des AMEOS Klinikums Seepark Geestland versorgt:

  • Ellenbogen-Verschleiß, (Knorpelschäden) 
  • Ellenbogen-Steife, (verschleißbedingt, unfallbedingt) 
  • Ellenbogen-Blockaden, (Gelenkkörperbildung, Osteochondrosis diss.) 
  • Ellenbogen-Instabilität 
  • Erkrankungen der Schleimhaut des Ellenbogens, („Rheuma“, synoviale Chondromatose) 
  • „Tennis-Ellenbogen" 
  • „Golfer-Ellenbogen"
Kniegelenksarthrose

Kniegelenksarthrose

Arthrose bezeichnet einen Verschleiß der Knorpeloberflächen. Häufige Ursachen der Kniegelenkarthrose sind altersbedingte Verschleißerscheinungen an den Gleitflächen des Kniegelenkes, verstärkt durch ungünstige Belastungen bei Achsabweichungen z.B. O-Bein oder X-Bein, Übergewicht, Rheuma, Sportverletzungen mit Meniskus-, Band- oder Knorpelbeschädigungen.

Mit nicht-operativen Maßnahmen wie Gewichtsverlust, Physiotherapie, Medikamenten, Injektionen (z.B. Hyaluronsäure) oder anderen abschwellenden und schmerzlindernden Maßnahmen können die Beschwerden gelindert werden. Erst wenn konservative Maßnahmen keinen durchgreifenden Erfolg bringen, sollten operative Eingriffe wie Arthroskopien, Kniegelenkteilersatz oder Vollersatz in Betracht gezogen werden.

Das Ärzteteam des Gelenkzentrums im AMEOS Klinikum Seepark Geestland bietet folgende therapeutische Maßnahmen an:

Schlittenprothese (Teiloberflächenersatz)

Die Schlittenprothese ist ein Teilersatz, der einen intakten Bandapparat des Kniegelenkes voraussetzt. Die Prothese besteht aus einer Edelstahl-Kufe (oder Titanlegierungen) mit zwei Verankerungszapfen. Auf der Gegenseite im Schienbeinbereich wird als Abdeckung des Schienbeines ein Plateau aus Polyethylen (sehr haltbarer Kunststoff) eingebracht. Die Verankerung erfolgt in der Regel mit Knochenzement.

Oberflächenersatz

Bei fortgeschrittenen Knorpelschäden in mehreren Bereichen des Kniegelenks ist die Versorgung mit einem Oberflächenersatz sinnvoll. Dabei werden die Gelenkanteile mit einer „ Überkronung“ versehen. Die Oberschenkelschale besteht aus einer Titanlegierung und kann in der Regel zementfrei eingebracht werden. Auf der Schienbeinseite wird eine Metallplatte einzementiert und ein Gleitkern aus Polyethylen (gehärteter Kunststoff) eingesetzt. Diese Versorgungsform setzt einen stabilen Bandapparat voraus.

Gekoppelte Prothesen

Zeigt der Bandapparat Instabilitäten oder ist ein erhöhter Substanzverlust des Knochens festzustellen, werden teil- oder ganz-gekoppelte Prothesen eingesetzt. Die Verankerung im Knochen erfolgt in der Regel mit Knochenzement im Oberschenkel- bzw. Schienbeinbereich.

Operativer Eingriff

Die Narkoseform ist frei wählbar zwischen Teilnarkose (Spinalanästhesie) und Vollnarkose. Der Eingriff dauert in der Regel zwischen einer und 1.5 Stunden. Das Kniegelenk wird mit einem Hautschnitt auf der Kniegelenkvorderseite eröffnet. Die verschlissenen Gelenkanteile werden entfernt und die Knochenoberfläche nach zu voriger computerisierter Größen- und Lageplanung bearbeitet. Dann werden die Oberflächen „überkront“. Für die postoperative Schmerztherapie werden Schmerzkatheder oder Schmerzmittel eingesetzt.

Stationärer Aufenthalt und Nachbehandlung

In der Regel umfasst der stationäre Aufenthalt 10-12 Tage. Daran schließt sich eine stationäre oder ambulante Rehabilitation an. Die Nachbehandlung ist sehr wichtig. Im Vordergrund stehen regelmäßige Bewegungsübungen, damit der Streckapparat des Kniegelenkes nicht verklebt. Während des stationären Aufenthalts wird das Kniegelenk täglich mit motorgetriebenen Schienen trainiert.

Verhaltensregeln zum Erfolg der Operation

  • regelmäßige physiotherapeutische Übungen, auch nach der Entlassung aus der Klinik fortsetzen
  • Gehstützen korrekt einsetzen 
  • aufrechter Gang, Stolperfallen vermeiden
  • Schnürschuhe mit weichen Sohlen tragen 
  • Gewicht optimieren, keine Stoßbelastungen für die Prothese, Überbelastungen vermeiden

Geeignete Sportarten sind: Radfahren (Heimtrainer), Schwimmen, Wandern, Golfspielen

Ungünstige Sportarten wären: Kontaktsportarten, Volleyball, Basketball, Leichtathletik, Langlauf

Kreuzbandverletzungen

Kreuzbandverletzungen

Zentral im Kniegelenk befinden sich zwei kreuzförmig angeordnete Bänder – die Kreuzbänder. Es gibt ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Neben der Kapsel und den Seitenbändern gewährleisten die Kreuzbänder die Stabilität des Kniegelenkes beim Strecken und Beugen. Bei einer kräftigen Verdrehung des Kniegelenkes können einzelne oder mehrere Bänder des Kniegelenkes reißen (z.B. beim Fußball, Handball, Skifahren etc.). Durch eine klinische Untersuchung mit manuellem oder instrumentiertem Kreuzbandtest (KT-1000) oder der MRT (Magnetresonanzuntersuchung) kann der Kreuzbandriss diagnostiziert werden.

Operative Therapie

Ist das Kniegelenk instabil, insbesondere bei Rissen des vorderen Kreuzbandes, wird der operative Ersatz des Kreuzbandes erforderlich. Die Rekonstruktion des Kreuzbandes erfolgt in der Regel nicht direkt nach dem Unfall, sondern erst nach dem Abschwellen des Kniegelenkes. Da das reine Nähen des Bandes keine guten Langzeitaussichten hat, muss das vordere Kreuzband in der Regel durch ein anderes Band aus dem Bereich des eigenen Kniegelenkes ersetzt werden (sogenannte Kreuzbandrekonstruktion). Die Rekonstruktion wird arthroskopisch, d.h. mit Hilfe der Gelenkspiegelung durchgeführt. Häufig wird das mittlere Drittel des Kniescheibenbandes zur Rekonstruktion verwendet oder eine Sehne an der Innenseite des Kniegelenkes (Semitendinosus-Sehne). Diese Bänder werden über Bohrkanäle in Schienbein und Oberschenkel an der Stelle des originären Kreuzbandes befestigt. Im Laufe der Zeit heilt die Sehne wie das ehemalige Kreuzband im Knochen fest ein und gibt dem Kniegelenk so wieder die gewohnte Stabilität.

Nachbehandlung und Risiken

Das operierte Gelenk wird 4-6 Wochen nach der Operation nur teilbelastet, damit das rekonstruierte Kreuzband sorgfältig einheilen kann. Es wird ein detailliertes Nachbehandlungsschema durchgeführt, welches die Bewegungsausmaße und den Muskelaufbau beschreibt. Eine Nachuntersuchung unserer Sportler nach Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes hat ergeben, dass 96% der Patienten wieder in ihren gewohnten Sport zurückkehren konnten. An Risiken gelten die allgemeinen Risiken der Gelenkspiegelungen wie Infektion (3/1000), Blutung, Thrombose und Embolie, so dass stets Antithrombosespritzen in der Nachbehandlung eingesetzt werden.

Fußchirurgie

Fußchirurgie

Das Behandlungsspektrum der Fußchirurgie im Gelenkzentrum reicht von der einfachen Zehenkorrektur bei Ballenzehe (Hallux valgus) bis zu komplexen Korrekturen des Vorfußes und Rückfußes, einschließlich der Versorgung des Sprunggelenks.