Sucht

Viele Menschen leiden heute an einer Sucht. Leider dauert es meist lange, bis die Betroffenen einsehen, dass sie an einer psychischen Erkrankung leiden.
Allgemein ist die Abhängigkeit von einer Droge (z. B. einer legalen Droge wie Alkohol oder einer illegalen wie Heroin) gekennzeichnet durch:

  • ein unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels
  • die Tendenz die Dosis zu steigern
  • das Auftreten von Entzungssymptomen
  • die weitere Einnahme, trotz körperlicher und sozialer Folgeschäden

Neben der körperlichen besteht immer auch eine psychische Abhängigkeit von einem Mittel. Die Abhängigen glauben, nicht ohne diese Droge leben zu können.

Auch Handlungsweisen können süchtig "entgleisen". Die Spielsucht ist dabei am bekanntesten. Die Ursachen für eine solche süchtige Fehlentwicklung sind nie auf nur ein Ereignis oder eine Schädigung zurückzuführen.

Am Anfang jeder Behandlung steht eine ausführliche Diagnostik. Dabei soll auch festgestellt werden, ob nicht eine andere psychische Erkrankung diese Entwicklung eingeleitet hat.

Verteilt auf 4 Stationen, eine Tagesklinik und eine Suchtambulanz steht dann ein breit gefächertes Angebot von ambulanten, teilstationären und stationären Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Klicken Sie hier.


Alkohol

  • Die in Deutschland häufigste Suchterkrankung ist die Abhängigkeit vom Alkohol. Entsprechend den Statistiken der DHS muss man von ca. 2,5 Millionen Alkoholikern ausgehen, weitere acht bis zehn Millionen gehören zur Gruppe der so genannten "Problemtrinker".
  • Es handelt sich meist um einen langsam fortschreitenden Prozess vom Genuss über den Missbrauch und den riskanten Konsum bis hin zur Abhängigkeit. Die Grenzen zwischen den einzelnen Abschnitten sind dabei fließend. So dauert es oft lange, bis ein Betroffener selbst einsieht, dass er ein Alkoholproblem hat. Jeder Einzelne weist eine individuelle Entstehungsgeschichte seiner Alkoholkrankheit auf, diese gilt es zu erarbeiten.
  • Es sind aber in der Regel mehrere Ursachen, die in die Sucht führen. Es ist auch immer der ganze Mensch betroffen. Über die Jahre kommt es deshalb zunehmend sowohl zu körperlichen, wie auch psychische und soziale Störungen.
  • Am Anfang der Therapie steht also eine Art Bestandaufnahme: wie ist es körperlich, psychisch und sozial um den Alkoholkranken bestellt.

Polytoxikomanie / illegale Drogen  

  • Polytoxikomanie bedeutet Abhängigkeit von mehreren Suchtstoffen. In der Bundesrepublik schätz man ca. 200.000 Menschen, die regelmäßig  illegale "harte" Drogen konsumieren.
  • Wie beim Alkoholismus handelt es sich um eine schleichende Entwicklung. Meist sind es jüngere Menschen, die zunächst so genannte "weiche" Drogen oder Alkohol konsumieren, bevor sie zu Heroin und Kokain wechseln.
  • Neugier, Langeweile, Probleme mit den Eltern, in der Schule oder im Beruf können ein solch riskantes Konsummuster fördern. Besonders schnell kommt es beim Heroin zu einer körperlichen Abhängigkeit und in Verbindung damit zum Auftreten einer ausgeprägten Entzugssymptomatik.
  • Um diese Symptome zurückzudrängen, setzen die Betroffenen zusätzlich Beruhigungsmittel, Haschisch und Alkohol ein. So sind die Suchtkranken bald von Heroin, Kokain, Haschisch und Tabletten abhängig.
  • Nur selten trifft man einen Patienten, der nur eine Droge konsumiert.
     
     


     

  Ansprechpartner:
  Uwe Schwichtenberg
  (Ltd. Arzt Suchtmedizinisches  
  Zentrum)

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  +49 (0)541 313-400