Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin (Szintigrafie) werden die Strahlen aus dem Körper selbst gemessen und vom Computer zu Bildern umgerechnet. So können wir Stoffwechselerkrankungen erkennen und die Funktion von Organen prüfen.

 

Vorbereitung

 

Zur Herstellung einer Szintigrafie ist nicht in allen Fällen eine Vorbereitung des Patienten notwendig. Spezielle Vorbereitungen sind Hydrierung (bei einer Messung der Nierenfunktion wird dem Patienten eine halbe Stunde vor der Durchführung der Szintigrafie eine erhöhte Flüssigkeitsmenge gegeben) und für einige Untersuchungen muss der Patient nüchtern sein. Jodhaltige Speisen und bestimmte Medikamente (Schilddrüsenhormone, jodhaltige Röntgenkontrastmittel) müssen vor einer Szintigrafie (insbesondere bei einer Schilddrüsenszintigrafie) rechtzeitig abgesetzt werden.

 

Durchführung

 

Der Patient kann sitzend oder liegend untersucht werden. Das Radiopharmakon wird injiziert, wobei diese Injektion der einzige für den Patienten unangenehme Moment der sonst schmerzfreien Untersuchung ist. Dann umfährt eine Art Kamera das Untersuchungsgebiet. Diese Gamma-Kamera ist ein Messkopf auf einem motorbetriebenen Stativ, der rund um den Patienten rotieren kann. Die Szintigrafie dauert zwischen zehn Minuten und bis zu mehreren Stunden, je nach Untersuchungszweck. Je nachdem, welche Organfunktion untersucht werden soll, werden dabei im Sekunden- bis Minutenabstand Aufnahmen gemacht.

 

Strahlenbelastung

 

Die Szintigraphie ist wie eine Röntgenuntersuchung mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden, die jedoch im Verhältnis zum diagnostischen Gewinn steht. Um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten werden Radionuklide verwendet, die eine kurze physikalische Halbwertszeit und eine Gammastrahlung niedriger Energie aufweisen. Außerdem werden Trägersubstanzen verwendet, die rasch aus dem Körper ausgeschieden werden. Aus diesen Gründen ist die Wirkungsdauer der verabreichten Radioaktivität auf Minuten bis Stunden begrenzt. Dadurch wird die Strahlenbelastung, die bei der Szintigraphie je nach Untersuchungsziel variiert, so niedrig wie möglich gehalten.