DSA

Schmerzt das Bein beim Gehen, könnte die Ursache eine Gefäßerkrankung sein, eine Engstelle oder gar Verschluss der Arterien. Dieser Krankheit kommen wir mit der Digitalen Subtraktions-Angiographie (DSA) auf die Spur.

 

Die Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ist ein Röntgenverfahren zur besonders kontrastreichen Darstellung von Blutgefäßen. Es wird zunächst die Leistenschlagader, seltener die Armschlagader in örtlicher Betäubung mit einer dünnen Nadel punktiert, durch die dann ein Draht ins Gefäß geschoben wird. Über diesen wird wiederum ein Katheter (= ein ca. 0,5 mm dicker Kunststoffschlauch) eingeführt und schließlich ein Röntgen-Kontrastmittel in die interessierende Gefäßregion gespritzt. Es werden Röntgenbilder aufgenommen bevor und nachdem das Kontrastmittel das Gefäß erreicht. Diese Bilder werden digitalisiert und die "Leerbilder" von den "Füllungsbildern" subtrahiert, so dass im Idealfall nur die kontrastmittelgefüllten Blutgefäße sichtbar sind.

 

So lassen sich die hirnversorgenden Blutgefäße, Armschlagadern, Lungengefäße, Bauchschlagader, Nierengefäße und die Becken- und Beinarterien darstellen, um Gefäßeinengungen oder Gefäßmissbildungen festzustellen, gelegentlich auch um stark durchblutete Tumoren sichtbar zu machen.

 

Nach der Untersuchung wird der Katheter entfernt und die Schlagader muss noch eine Weile komprimiert werden. Je nach Art der Punktion muss eine Ruhezeit von ca. 3 Stunden nach der Untersuchung eingehalten werden, um evtl. Nachblutungen zu vermeiden.

 

Die DSA wird z.B. zur Planung von Operationen an verengten Halsschlagadern, bei Durchblutungsstörungen der Handarterien, zum Nachweis von Lungenembolien, zum Ausschluss einer Nierengefäßeinengung als möglicher Ursache eines Bluthochdrucks und zur Darstellung und Therapieplanung bei Verengungen der Becken- und Beingefäße angefertigt. Hier lässt sich das Verfahren ggf. auch zur Ballondilatation erweitern.