Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) für Menschen mit einer Borderline-Störung


Für wen wir da sind

 

Menschen mit einer Borderline-Störung leiden unter stark wechselhaften Stimmungen sowie extrem schwankenden Meinungen und Einstellungen. Häufig neigen sie zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen, in deren Folge es zu wiederholten emotionalen Krisen mit selbstschädigenden Handlungen oder Suizidversuchen kommen kann. Borderline-Patientinnen und Patienten fällt es oft schwer, ihre Impulse zu kontrollieren.

 

Was wir anbieten

 

Wir setzen die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan ein. Wir verstehen die Borderline-Symptomatik als Versuch der Betroffenen, ihre schmerzhaften emotionalen Spannungszustände zu verringern. In der Therapie kommt es darauf an, die Notlage zu sehen, in der es zu diesen nicht geglückten Bewältigungsversuchen kommt und an ihre Stelle erfolgreichere Bewältigungsstrategien zu setzen. Das erfordert die Fähigkeit, das eigene Innere ebenso wie die äußere Umgebung unter neuen Aspekten wahrzunehmen. Die DBT bietet dazu erlernbare Haltungen und Fertigkeiten, von denen auch Menschen mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung profitieren können.
Die Behandlung ist auf eine Dauer von drei Monaten angelegt. Nach einer ambulanten Motivationsklärung wird in der Vorbereitungsphase gemeinsam mit den Betroffenen die Therapieplanung erarbeitet. In zwei Behandlungsphasen stehen das Erlernen basaler Fähigkeiten der Emotionskontrolle, die Bewältigung von Krisensituationen, das Entwickeln zwischenmenschlicher Fertigkeiten und Übungen zur Achtsamkeit im Vordergrund.
Ziel der Behandlung ist die Bewältigung derjenigen Probleme, die zur stationären Aufnahme geführt haben bzw. die Fortsetzung der ambulanten Behandlung behindern.

 

Bausteine unserer Therapie

  • Basisgruppe: Vermittlung von Wissen zur Borderline-Störung und von grundlegenden Fertigkeiten zum Umgang mit der Therapie
  • Fertigkeitentraining: Erlernen von Fähigkeiten zur Spannungsregulation, zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen sowie zur Bewältigung von Krisensituationen
  • Übungen zur Achtsamkeit: Unterscheiden lernen zwischen Beobachten und Bewerten; Üben, die Wahrnehmung auf die aktuelle Situation zu konzentrieren
  • Einzeltherapie: Erörterung persönlicher Problemfelder und Entwicklung individueller Lösungen und Fertigkeiten
  • Bezugspflege
  • Prozessorientierte Bewegungstherapie
  • Qi Gong und Progressive Muskelentspannung
  • Ergo-Therapie: 5 Sinne Gruppe und Skills-Werkstatt
  • Beratung durch den Sozialdienst
  • Sport
  • Im Rahmen der Institutsambulanz: Ambulante Einzelgespräche, Skillsgruppen und Selbsthilfegruppen

 

Anmeldung und Information

Petra Tietjen, Carina Stehmeier

montags bis freitags               09:00 bis 13:00 Uhr

dienstags bis donnerstags   13:30 bis 15:30 Uhr 

Tel. 0421 4289-142
Fax 0421 4289-143

 

Pflegerische Bereichsleitung

Ulla Rathjen

Tel.: 0421 4289-349

 

Georgia Fuchs, Oberärztin
Ulla Rathjen, Pflegerische Bereichsleitung